weibliche und männliche prinzip

Aktuelle Verschiebung vom Männlichen zum Weiblichen

Wir leben in einer Welt, in der das Ungleichgewicht zwischen männlicher und weiblicher Energie allgegenwärtig ist. Auch wenn wir diese Trennung nicht physisch sehen können, sind ihre Auswirkungen in allen Aspekten unseres Lebens spürbar, von der Art und Weise, wie wir mit anderen Menschen und der Umwelt um uns herum umgehen, bis hin zu unserer geistigen Gesundheit.

Vom Männlichen zum Weiblichen: Heute wollen wir uns etwas Zeit nehmen, um das weibliche und männliche Prinzip – Yin und Yang – zu ehren und den polaren Ansatz zu betrachten, der diese beiden wesentlichen Teile der Menschheit so oft unterstreicht. Wenn du verstehst, wie sie sich in dir ausrichten, erhältst du Zugang zu einer ungenutzten Kraft in dir, die dir auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene die Türen zur Heilung öffnet.

Wir gehen momentan auf eine neue Reise in ein Zeitalter, wo wir in das weibliche Prinzip förmlich gedrängt werden.

Bist du bereit, dir das weibliche Prinzip zu eigen zu machen?

Unsere Gesellschaft befindet sich in einer Ära beispiellosen Wandels, und wir alle müssen unsere Perspektiven drastisch anpassen. Wir bewegen uns symbolisch weg von einer typisch männlich dominierten Denkweise, in der Ordnung und Logik die Oberhand haben, und wenden uns stattdessen einem Ansatz zu, der sich mehr am weiblichen Prinzip orientiert, in dem Intuition und Gefühl als wesentliche Komponenten für den Fortschritt hervorgehoben werden.

Für viele mag das Neuland sein, aber es scheint, dass diese Reise zunehmend zeigt, dass Emotionen nicht länger als eine Art Belastung oder Mangel angesehen werden. Vielmehr können wir sie als mächtige Kraft begreifen, die uns dabei hilft, die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Was bedeutet das? Das heißt, dass es sich dabei um das Gesetz des Gleichgewichts handelt.

Es gibt für jedes Energiesystem, für jeden Körper, jede Partnerschaft, jedes Unternehmen ein oder mehrere Energiegesetze. Alles strebt nach einem bestimmten Gleichgewicht, einer Balance, die nicht starr ist, sondern eine flexible Ausgewogenheit, man kann auch sagen zwei Seiten.

Wir haben ja zwei Körperseiten, du siehst zwei Beine, zwei Arme, zwei Ohren. Wir haben also sogenannte Polaritäten und damit tun wir uns schwer, weil wir in der Regel in unserer westlichen Kultur eine Seite überbewerten, nämlich die rechte Seite, und die linke Seite unterbewerten.

Die Kraft der männlichen und weiblichen Seite

Die rechte Seite ist die männliche und gleichzeitig vaterbezogene Seite, die linke Seite ist die weibliche, mutterbezogene Seite. Das männliche Prinzip bedeutet, dass das Machen und Tun im Vordergrund stehen.

Diesem Machen und Tun steht ein gleichwertiges Gegenstück gegenüber. Das ist das Nicht-Tun, das Sein, das Sich-Verbinden.

Ein anderes Gegenstück ist, etwas geschehen zu lassen. Ich tue etwas oder ich lasse etwas geschehen.

Wie läuft es im Leben? Ich lasse es andere tun beziehungsweise ich lasse es geschehen. Das ist keine Passivität. Man sollte nicht sagen, Aktivität, Passivität, denn geschehen lassen ist auch ein aktiver Schritt. Ich vertraue zum Beispiel darauf, dass jemand anderes es gut machen wird, z.B. in der Firma oder in der Familie.

Ich habe eine Idee, die kommt zunächst von der linken Seite. Eine Idee ist weiblich. Ich empfange, und setze diese Idee um. Und jetzt mache ich einen Plan auf der rechten Seite, erstelle ein Projekt, bringe es auf den Weg und delegiere. Und jetzt gebe ich es an meine Mitarbeiter weiter und lasse es dort geschehen. Dann bin ich wieder auf der linken Seite.

Das ist immer ein Hin und Her und bedeutet, beide Seiten auszugleichen.

Wer alles selber macht, ist einseitig und wer alles abgibt ebenfalls.

Viele Frauen denken, ich muss das weibliche Prinzip leben, weil ich eine Frau bin. Das funktioniert überhaupt nicht, wenn man nur das Weibliche lebt. Du brauchst dieses Gleichgewicht, das gilt für Männer wie für Frauen.

Einatmen – Ausatmen – Yin und Yang

Die Atmung ist die beste Möglichkeit, es zu verstehen, sie ist der Grundrhythmus des Lebens: Ich nehme Luft auf, das bedeutet, ich will leben, ich nehme Raum ein, ich fülle meine Lungen. Das ist Yang-Energie, männliche Seite. Dann lasse ich los und vertraue darauf, dass ich wieder einatmen kann – Yin-Energie.

Einatmen und Ausatmen ist der grundlegende Rhythmus des Lebens. Das war der Beginn deines Lebens außerhalb des Körpers deiner Mutter, mit dem ersten Einatmen, wenn die Nabelschnur durchtrennt wurde, beginnst du dein Leben und mit dem letzten Ausatmen verlässt du diesen Körper.

Es sind zwei Pole. Das Denken ist männlich, sowohl für Männer als auch für Frauen. Fühlen ist weiblich, sowohl für den Mann als auch für die Frau. Anspannen ist männlich, Entspannen ist weiblich. Etwas anpacken, in die Wege leiten, planen, entscheiden ist wiederum männlich.

Ein gutes Leben besteht darin, die Schönheit dieser beiden Pole in sich selbst zu verstehen – sowohl die Fähigkeit, Probleme geschickt zu lösen, als auch die gesunde Fähigkeit, sich zu entspannen.

Wir müssen das Leben fließen lassen.

Einige von den Alten nannten den Rhythmus das männliche, die Melodie das weibliche Prinzip.

Marcus Fabius Quintilianus

Von morgens bis abends: tun, tun, tun

All die Wörter mit lassen, etwas zulassen, etwas geschehen lassen, mich fallen lassen, mich gehen lassen, mich führen lassen oder mich massieren lassen. Alles, was mit Zulassen und Loslassen zu tun hat, betrifft die weibliche Seite.

Allerdings haben wir das kaum gelernt, wir haben das Männliche höher bewertet. Machen und Tun. Unser Credo lautet: Tu etwas, leg dich ins Zeug, strenge dich an, schaffe etwas, und das Weibliche wurde verdammt. Schon in der Kindheit hieß es: Häng nicht so viel herum, träum nicht so viel, spiel nicht so viel, du tust ja nichts.

Wir hörten ständig: Du musst etwas machen.

Unser Glaubenssatz ist, dass man von morgens bis abends tun, tun, tun, tun muss, und das ist der Grund, warum die Menschen kaputt sind. Deshalb haben wir so viel Burnout. Denn wir leiden, Frauen wie Männer, unter Erschöpfung.

Vom männlichen zum weiblichen: Bringe die Energien ins Gleichgewicht

vom männlichen zum weiblichen Prinzip
Vom männlichen zum weiblichen Prinzip

Das Wichtigste ist, dass Frauen und Männer nicht gleich sind. Wir sind nicht androgyn, der Mann kommt aus dem männlichen Pool der Quelle. Und die Frau gehört zum weiblichen Pool der Quelle. Und deshalb hat die Frau eine größere Stärke, was Intuition und Gefühl angeht. Sie ist näher an ihrem Herzen als Männer. Der Mann verschließt sein Herz schon in jungen Jahren, bereits als kleiner Junge.

Frauen haben so einen sechsten oder siebten Sinn. Wenn Mann und Frau in den Urlaub fahren, und sie waren noch nie in der Gegend, dann sagt die Frau, das ist der richtige Weg. Woher weißt du das? Ich weiß es halt.

Und deshalb dürfen Frauen sich selbst ermutigen, mehr auf ihre innere Stimme zu hören. Männer natürlich auch. Aber das weibliche und männliche Prinzip sollte ins Gleichgewicht kommen.

Wir befinden uns mitten in einem Machtwechsel auf der Erde und werden jetzt in das weibliche Prinzip gedrängt und aufgefordert, mehr das Weibliche zu leben. Das bedeutet für die meisten Menschen erst einmal Stillstand, weil sie nicht wissen, wie sie das machen sollen.

In dieser Zeit verlieren viele den Halt, weil ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Die falsche Sicherheit, die Partnerschaft, der Job, das „normale“ Leben, all das verflüchtigt sich jetzt.

Nicht weil das Leben uns bestraft, sondern weil es uns zu der wahren Sicherheit führen will, die wir in uns selbst finden. Und die besteht aus klaren Werten und Haltungen. Das heißt, die grundlegende Frage, die sich viele Menschen jetzt stellen müssen, lautet: „Warum stehst du morgens auf?“

Hört auf, euch selbst abzulenken

Deshalb werden wir jetzt angehalten, auch von Corona. Das heißt, hier wird der große Stopp-Knopf gedrückt und das Leben sagt, so wie bisher geht es nicht mehr weiter, meine Lieben, da dürft ihr jetzt hinschauen und etwas verändern und euch fragen, was gibt mir wirklichen Halt, was gibt wirklichen Sinn im Leben?

Im Klartext, wir werden aufgefordert, innezuhalten, nach innen zu gehen, zu reflektieren. Es geht immer um das Innere, denn das ist unsere eigentliche Welt, auf die wir bis jetzt nicht gehört und geschaut haben.

Wir tun, tun, tun im Außen und wenn dann etwas von innen kommt: ablenken, ablenken, ablenken. Süchte, Süchte, Süchte. Aber das ist jetzt nicht mehr möglich. Der Mensch kann sich nicht mehr ablenken, ansonsten wird er gestoppt und umgeworfen. Er fährt vor die Wand.

Das haben wir jetzt mit Depressionen, wir haben das mit Krankheiten, wir haben das mit Konflikten, mit Unfällen. Doch, wie zuvor erwähnt, ist das keine Strafe des Lebens. Das Leben meint es immer gut mit uns.

Was am Ende des Lebens wirklich zählt

Es will uns anhalten, damit wir nachdenken und sagen können: Ja, das ist wichtig für mich und das nicht, oder umgekehrt. Das ist es, wofür ich morgens aufstehen will. Das ist es, wofür ich brenne.

Das sind die wichtigen Fragen: Was ist für dich das Wichtigste? Die zweite Frage: Wo in deinem Leben schreit es schon lange nach Veränderung? Und die dritte und entscheidende Frage lautet: Wenn du stirbst, wenn du deinen Körper verlässt, was willst du dann gelebt haben?

Und mein Herz sagt, dass die wichtigste Frage, die jeder am Ende des Lebens mehr oder weniger beantworten wird, lautet: Wofür, wie stark, wie tief und wie sehr habe ich in meinem Leben geliebt? Für mich ist die Liebe unseres Herzens das Entscheidende.

  • Habe ich die Arbeit geliebt?
  • Habe ich mich selbst geliebt?
  • Habe ich meinen Partner geliebt? Wirklich geliebt?
  • Habe ich die Menschen, mein Umfeld geliebt?
  • Habe ich es geliebt, zu leben?
  • Und habe ich diese Welt reicher gemacht?

Das, denke ich, muss jeder für sich selbst beantworten.

Mache die Welt reicher – vom männlichen zum weiblichen Prinzip

Jeder von uns hat das Herz zu lieben. Jeder. Und jeder darf sich fragen: Macht das, was ich tue und was ich bin, macht meine Person durch mein Charisma, durch mein Tun, durch mein Sein, diese Welt schöner, friedlicher, wertvoller, reicher oder was? Oder nicht. Und ich denke, diese Frage kann sich jeder 30-Jährige heute schon beantworten. Und sich fragen: Habe ich diese Welt in der letzten Woche, im letzten Monat, im letzten Jahr bereichert?

Habe ich Liebe in die Welt gebracht? Oder war ich ein Brandstifter? Habe ich meinen eigenen Unfrieden in meine Firma getragen?

Das sind wichtige Fragen. Nur wenige Menschen stellen sich diese Fragen. Die ersten jungen Menschen erkennen inzwischen, dass es genau darauf ankommt. Das heißt, wenn Burnout heute ein so großes Thema ist, dann lautet die Frage: Was nährt mich wirklich? Was gibt mir Herzensfülle und Erfüllung? Kann jemand das Wort Erfüllung definieren? Keiner kann Erfüllung definieren. Aber 9 von 10 sagen, dass sich Erfüllung gut anfühlt. Unser Herz sagt, dass Erfüllung etwas Schönes ist. Und Erfüllung kommt unter anderem von Gefühl.

Das Gefühl hat mit der Fülle zu tun.

Es gibt viele Wörter, bei denen nur ein Buchstabe einen Unterschied macht, wie z.B. Lieben, das mit Leben verwandt ist.

Wahres Leben bedeutet, wirklich zu lieben, wirklich zu fühlen, ganz bewusst, und führt zu Fülle und Erfüllung. So dass ich am Abend das Gefühl habe, wow, ich war heute wirklich intensiv mittendrin. Ich war präsent, denn präsent bedeutet Geschenk. Nur im Präsens kann ich die Geschenke, die Präsente des Lebens, empfangen.

Aber die meisten sind nicht im Präsens, in der Gegenwart, sondern in Gedanken. Morgen, übermorgen oder schon bei der Arbeit, obwohl sie noch unter der Dusche stehen.

Transformationszeit – vom männlichen zum weiblichen

Deshalb ist das, was im Moment hier auf Mutter Erde geschieht, ein unglaubliches Geschenk an die Menschheit.

Transformationszeit bedeutet, dass eine Kraft, die letztlich die Liebe ist, durch alle Systeme, durch alle Menschen wie ein Meteor durch alle menschlichen Energiesysteme schießt, uns aufrüttelt und uns zur Besinnung kommen lässt, damit wir das Wesentliche leben und das Unwesentliche weglassen.

Um aus dem leblosen Funktionieren, Machen, Machen, Tun herauszukommen, um innezuhalten und zu sagen: Bin ich bei mir? Ja. Schlägt mein Herz? Ja! Liebt mein Herz? JAAA!

Und dieses Bei-mir-sein und Lieben, das Gegenüber, die Arbeit, die Gemeinschaft, das ist für mich ein ausgeglichenes männlich-weibliches Prinzip, echte Yin und Yang-Energie. Um das männliche Prinzip zu leben, um Entscheidungen zu treffen, darf ich zuerst – weiblich – prüfen.

Macht

Machen und Tun haben mit Macht zu tun. Viele sagen: Ich finde Macht blöd, ich will keine Macht, weil sie Macht mit etwas Negativem verbinden, mit den dummen Mächtigen da oben.

Aber: Wenn du Macht blöd findest und sie deshalb ablehnst, triffst du auch eine Wahl. Du wählst das Gegenteil. Das ist Ohnmacht.

Das heißt, ich darf mich dazu ermächtigen zu sagen, ich bin bereit, meine schöpferische Kraft, die jeder Mensch von Natur aus hat, in Besitz zu nehmen und sie mit der Liebe meines Herzens zu verbinden. So entsteht aus Liebe und Kraft etwas sehr Konstruktives, Schönes.

Dieses weibliche Prinzip ist nicht etwas Kleines, Schwaches, Unbedeutendes, sondern eine sehr große Kraft. Es ist das Herz. Deshalb ist das Herz auch auf der linken Seite, denn es bedeutet, lieben zu können, akzeptieren zu können, wertschätzen zu können, respektieren, ehren, achten, würdigen zu können. All das kommt von der linken Seite.

Verbinden anstatt Verur-teilen

Verurteilen ist männlich, verbinden ist weiblich. Wir haben uns stark getrennt, man nennt das Verurteilen. Von der Liebe haben wir uns getrennt, vom kleinen Kind und von allen Gefühlen, von den Ahnen ebenso wie von den Kollegen, von den Dingen, von früheren Freunden. Trennung, Trennung, Trennung. Das kommt von Verurteilung. Das entspricht unserer Kultur. Und das bedeutet Entwurzelung.

Wir haben auch keine Gefühle für unsere lebendigen Wurzeln, die Vorfahren genannt werden. Jeder ist ein unauslöschliches Mitglied seiner Ahnenfamilie. Und diese Vorfahren haben auch immer noch einen Einfluss auf uns.

Gewalt schwingt mit und geht bis zum Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel, der das heute für die Ahnenfamilie lösen darf. All das kommt langsam ins Bewusstsein der Menschen und das hat viel mit der inneren Welt und der Verbindung zu tun.

Die Wiederherstellung der Verbindung ist das große Thema. Ich darf mich wieder mit dem Herzen verbinden, mit dieser unglaublichen Mutter Erde, die keine arme Mutter Erde ist. Diese Erde überlebt die Menschheit um ein Tausendfaches. Sie hat eine Kraft und ein Bewusstsein der Verbindung mit unserer Quelle. Ob du sie Gott oder Großer Geist nennst, ist ihr egal. Aber wir kommen aus einer Quelle und wir sind alle eins in dieser Quelle.

Wir kommen hierher aus der Einheit, in die Körper von Männern und Frauen, um Erfahrungen zu machen. Dabei vergessen wir, wer wir wirklich sind. Sonst können wir diese Erfahrung gar nicht machen, um dann herauszufinden, was dieses Herz tun kann, was die Liebe tun kann. Wir kommen hierher und trennen uns, urteilen und konkurrieren mit Geschwistern, buhlen um die Anerkennung unserer Eltern und um die Liebe unserer Eltern.

Das sind die Erfahrungen, die wir alle machen wollten. Die schlimmsten Erfahrungen hier, sagt mein Herz, machen Sinn. Wir wollen das durchmachen und dann den Weg zurück zu Liebe und Frieden finden.

Und dafür brauchen wir unsere beiden Seiten.

  • Das Machen ist nichts Schlechtes, aber das Machen ohne Liebe führt zu Destruktivität.
  • Das Machen mit Liebe führt zu neuen Gemeinschaften, neuen Initiativen, neuen Verbindungen. Und deswegen ist das eines der grundlegenden Dinge, die wir trainieren müssen.

Dein Körper zeigt es dir

Wenn du krank bist, frage dich immer, auf welcher Seite deines Körpers du vermehrt und oft einseitig Schmerzen, Operationen, Beschwerden, Krankheiten und Unfälle hattest? Mehr auf der rechten oder mehr auf der linken Seite?

Hast du mehr Probleme auf der rechten Seite? Frage: Wie ist die Situation mit deinem Vater? Wie steht es um die Beziehung zum Vater deiner Kindheit? Gibt es da Frieden?

Auf der linken Seite befindet sich die Seite der Mutter.

Das Gleiche gilt auch, wenn du eine Frau bist und deine männliche Seite sehr stark auslebst, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du Probleme mit der Mutter hast, weil du dich mehr zum Vater hingezogen fühlst, und dann Schwierigkeiten mit den weiblichen Eigenschaften bekommst, mit dem Weichsein.

Manche Frauen werden ganz kribbelig, wenn sie hören, dass es um Weichheit geht. Was? Weichheit ist doch schwach. Aber Weichheit ist nicht schwach, weich zu werden und Tränen fließen zu lassen, das berührt.

Ob in der Musik, ob in einem Theaterstück oder im Leben, es berührt mich und andere sehr stark. Das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit Lebendigkeit, mit der Intensität der Gefühle.

Und wenn wir das nicht mehr können, dann stocken die Flüssigkeiten in uns, dann stockt das Blut und dann gibt es diese Stents, Bypässe und Infarkte und was auch immer sonst. Bei Männern und immer häufiger auch bei männlichen Frauen.

Bei Frauen kommen noch Myome hinzu.

Myome sind ein großes Thema, eine Verhärtung. Bei immer mehr Frauen, die im Gefühlsbereich sehr hart geworden sind, produziert der Körper diese Verhärtungen. Diese mentale Härte oder Härte im Verhalten und Fühlen führt zu Härte im Körper. Und das sind die Myome. Hier reagiert der Körper unglaublich empfindlich.

Dieses Myom ist noch kein Krebs oder eine Krankheit, sondern kann vom Arzt entfernt werden und die Frau hat die Chance, sich zu verändern. Sie muss keine neuen Myome produzieren, wenn sie das Prinzip verstanden hat: Ich war hart zu mir selbst, habe mich überanstrengt, habe gekämpft, wollte meistens dem Vater gefallen oder wollte ganz anders sein als meine Mutter.

Auf die Frage: welche Frau will anders sein als ihre Mutter haben 70% mit ja geantwortet. Und wer hat entdeckt, dass man doch nicht so anders geworden ist? Und die meisten von ihnen geben zu: Ja, das habe ich auch gemerkt.

Das heißt, Vater und Mutter sind Vorbilder, Orientierungsfiguren, die uns helfen, mit uns in die Mitte zu kommen. Egal, was für ein Typ Mutter oder Vater waren, ich kann sie beide schätzen, ehren und mit ihnen Frieden schließen, weil sie genau wie ich jede Minute ihr Bestes gegeben haben.

Sie haben es genauso gut gemacht, wie sie es konnten. Und sie haben uns das größte Geschenk beschert, sie haben uns das Leben geschenkt. Wenn also ein Mensch heute, egal wie alt er ist, mit 20 oder mit 80, mit Vater oder Mutter im Streit liegt – das verzeihe ich ihm/ihr nie! -, tut er sich ständig selbst weh.

Wen auch immer ich verurteile, ich schlage mir selbst ins Gesicht. Ich verletze mich selbst. Ja, deswegen: männlich und weiblich. Einatmen. Ausatmen. Vater, Mutter, ich darf das liebevoll verbinden.

Alles braucht seine Zeit

Im täglichen Leben ist das weibliche Prinzip die Pause. Wenn das Tun das Männliche ist, dann ist das Nicht-Tun, die Pause, das Weibliche.

Wenn du sieben Stunden schläfst, hast du über 1000 Minuten wache Zeit. Und die Frage ist, wie du diese 1000 Minuten gestaltest. Das weibliche Prinzip bedeutet, dass ich es im Einklang mit der Natur mache. Die Natur kennt Takt und Rhythmus, den jahreszeitlichen Rhythmus, den Tag- und Nachtrhythmus.

Rhythmus des Atems. Herzschlag, Rhythmus. Viele Rhythmen im Körper.

In jedem System gibt es Rhythmen. Und der Mensch ist das einzige Wesen, das aus dem Rhythmus fallen kann. Denn er sagt: „Nein, ich habe keine Zeit dafür. Ich habe keine Zeit für Pausen.“

Unsere Vorfahren hatten noch die Mittagsruhe.

Vor 100 Jahren waren die Schweiz, Österreich und Deutschland zu 80 % in der Landwirtschaft tätig. Bauern und Bäuerinnen hatten einen 16-Stunden-Arbeitstag. Sie standen um 4:00 Uhr auf, molken die Kühe und gingen um zehn Uhr ins Bett. Aber sie litten nicht an Burnout, weil sie Takt und Rhythmus kannten.

Es gab ein erstes Frühstück, ein zweites Frühstück, eine Pause, eine Mittagspause und ein Nickerchen. Und sie taten es in Gemeinschaften. Sie aßen zusammen mit den Bediensteten, mit zehn oder mit 15 Personen.

Es gab eine Gemeinschaft und es gab einen Rhythmus. Und das haben wir heute nicht mehr. Heute denken die meisten Menschen, es gibt so viel zu tun, ich könnte etwas verpassen. Und wir gönnen uns keine Ruhe mehr.

Wir machen alles zwischendurch. Wir essen zwischendurch, checken zwischendurch unsere Handys, checken zwischendurch unsere SMS.

Wer macht heute noch Pausen?

Pausen

Sie müssen mindestens eine bis eineinhalb Stunden betragen. Die Pausen können sich gegenseitig ergänzen. Ob es ein 20 Minuten langer Spaziergang am Abend ist oder eine halbstündige, Fünf-Minuten-Pause oder eine Ein-Minuten-Pause, damit wir zu uns kommen können.

Wenn du keine Pausen machst, rennst du gegen die Wand. Du kannst es mit einem Musikstück vergleichen, egal ob es von Beethoven oder Michael Jackson ist, jedes Musikstück, bei dem du die Pausen weglässt, klingt einfach nur wie Mist, wie ein Missklang. Genau so klingen heute die Tage der meisten Menschen, weil sie die Pausen weglassen.

Du kannst lernen, gut zu dir selbst zu sein.

Du spürst vielleicht, ob der Körper

  • einen Spaziergang braucht,
  • ob er ein Nickerchen braucht,
  • ob er etwas zu essen braucht.
  • Mache ich eine Meditation?
  • Möchte ich mit einer anderen Person zusammen sein?
  • Möchte ich mit mir allein sein?

Wir dürfen wählen. Bewusst. Und dein Herz und dein Körper? Entscheide: Das ist gut für mich und das ist gerade nicht gut für mich. Ja, das darf den ganzen Tag so weitergehen.

Auch hier gilt: Die Pause, die gemacht wird, ist genauso wichtig wie das, was nicht in der Pause stattfindet. Die Aktivität. Den meisten Menschen ist das nicht bewusst, Pausen kannst du ja streichen. Und wenn wir Pausen streichen, fehlt uns der Takt im Tag. Und deshalb werden wir so taktlos, gerade in den sozialen Medien. Das ist Taktlosigkeit hoch zehn, die sich in blankem Hass äußert. Wir sind aus dem Takt geraten und das muss jetzt korrigiert werden. Sonst wird der Körper das nicht mehr aushalten können.

Prozentanteile für das männliche und weibliche Prinzip

Ungefähr kann man sagen, dass Männer zu 2/3 männlich sind und 1/3 weiblich, die Frau eher 2/3 weiblich und 1/3 männlich, das heißt, sie kann auf männliche Dinge zugreifen. Aber sie läuft nicht als Mannweib herum. Nicht als Soldatin, sondern sie weiß, dass sie eine Frau ist, dass sie ein Herz hat.

Ein wichtiges Kriterium vor allem für Frauen: Wie ist dein Verhältnis als Frau zu anderen Frauen? Denn da haben wir ein großes Problem. Männer sind auch eher abgeschnitten, aber sie haben kein heißes Thema. Es gibt keinen Männerkrieg. Aber es gibt Zickenkriege, das ist klar. Und das hat etwas mit dem Selbstwertgefühl einer Frau zu tun, mit sich selbst als Frau, mit ihrer Mutter und mit ihren Schwestern, den anderen Frauen.

Das heißt, wenn die Frau zu stark im männlichen Prinzip ist, gerät sie auch viel mehr mit den anderen Frauen aneinander.

Denn sie verurteilt die nicht-männlichen Frauen, die Weibchen, die Mäuschen usw. Sie verachtet sie, und die anderen riechen das wiederum. Und dann wird sie gemobbt oder sie mobbt umgekehrt.

Viele Frauen sagen: Mit Männern komme ich gut aus, mit Frauen? – Nicht mit mir.

Eine Frau braucht zwei oder drei gute Freundinnen. Nicht, um über andere herzuziehen, sondern um Herzenskontakt zu haben, um über Schwächen zu sprechen.

Ein Mann braucht zwei, drei gute Männerfreundschaften.

Das ist ein Thema, das Sterbende unter anderem am meisten bedauern. Ich hätte meine Freundschaften mehr pflegen sollen. Ich hatte Freunde. Ich wusste nicht, dass sie so wichtig sind. Ich habe sie nicht gehegt und gepflegt. Und heute, im Alter, bin ich allein und einsam.

Einsamkeit ist ein großes Problem. Nicht nur in Altersheimen, sondern auch in Partnerschaften. Menschen sind 20 Jahre lang verheiratet und gehen beide einsam nebeneinander her. Das funktioniert auf Dauer nicht.

Warum es gut ist, weibliche und männliche Energien auszubalancieren

Bessere Beziehungen zu Männern und Frauen

Wenn wir uns die Zeit nehmen, unsere männlichen und weiblichen Energien ins Gleichgewicht zu bringen, können wir eine neue Wertschätzung für uns selbst und die Menschen um uns herum entdecken. Wir gewinnen ein tieferes Verständnis für das andere Geschlecht und können so sinnvolle Beziehungen aufbauen, die auf gegenseitigem Respekt und Verständnis beruhen.

Der Schlüssel zu einem besseren Gleichgewicht zwischen unseren männlichen und weiblichen Energien ist die Selbstreflexion. Hier sind einige Fragen, die du dir selbst stellen kannst:

  • Welche Eigenschaften schätze ich an anderen am meisten?
  • Welche Art von Beziehung möchte ich mit anderen haben?
  • Welche Bereiche meines Lebens sind aus dem Gleichgewicht geraten und brauchen mehr Aufmerksamkeit?
  • Wie kann ich mehr auf das Gleichgewicht zwischen männlicher und weiblicher Energie in meinem Alltag achten?

Übung

Wenn du dir die obigen Fragen gestellt hast, ist es an der Zeit, zu handeln. Hier ist eine Übung, die dir helfen kann, Unausgewogenheiten in deinen männlichen und weiblichen Energien zu erkennen und zu beseitigen:

  1. Schreibe eine Liste von deinen üblichen Aktivitäten auf.
  2. Ordne jeder Aktivität eine männliche oder weibliche Energiebewertung auf einer Skala von 1 bis 10 zu.
  3. Erstelle einen Aktionsplan, in dem du Zeit für die Aktivitäten einplanst, die du als stärker männlich oder weiblich eingestuft hast, je nachdem, ob du ein Mann oder eine Frau bist.

Ich wünsche allen ein schönes Gleichgewicht beim Ein- und Ausatmen. Männlich-weiblich, machen und tun und dann geschehen lassen. Mach eine Pause und entspanne dich.

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